Kostenschutz, Pille für das Handy – Was verbirgt sich eigentlich dahinter?

Kostenschutz, Pille für das Handy – Was verbirgt sich eigentlich dahinter?

Viele Prepaid Anbieter versprechen in ihren Angeboten, dass Nutzer ihrer SIM Karten nie mehr in eine Kostenfalle treten werden. Ein sogenannter Kostenschutz soll vor Kostenexplosionen schützen.

Wie funktioniert der Kostenschutz?

Bis zum Erreichen der angebotenen Kostengrenze, zahlt der Prepaid Besitzer für Telefongespräche oder SMS ganz normale Gebühren (bspw. 9Cent/Minute). Erreicht er die Kostengrenze, telefoniert er für den Restlichen Monat Umsonst. Eine feine Sache! Genauer betrachtet kann man sagen, dass der eine Weiterentwicklung der allseits bekannten Flatrate ist.

Dennoch gilt auch hier, prüfen Sie vorher genau, welche Leistungen in diesem Kostenschutz enthalten sind! Vor Kostenexplosionen wird sie auch ein Kostenschutz nicht schützen können!

Auf was sollte Geachtet werden?

Während einige Anbieter neben dem Kostenlosen Telefonieren auch SMS und mobiles Internet im Kostenschutz integriert haben, ist dies bei anderen nicht der Fall. So kann es durchaus passieren, dass nach Erreichen der Kostengrenze, bspw. 39 Euro, die Kosten bei Nutzung des Internets oder SMS weiterlaufen. Beachtet werden sollte auch, dass Gespräche ins Ausland oder vom Ausland nach Deutschland bei keinem Anbieter im Kostenschutz integriert sind.

Auf was sollte noch geachtet werden?

Der Blick in die AGB sollte nicht fehlen, denn hier werden fast alle Preise für weitere Leistungen angegeben. So verlangen Anbieter, wenn das Lastschriftverfahren genutzt wird, bei Rückbuchungen wegen einem nicht gedeckten Konto, eine Servicegebühr. Diese kann bei einigen Anbietern bis zu 20 Euro betragen. Es gibt auch Anbieter welche bei Rückbuchungen die SIM Karte sperren. Hier kann es passieren, dass für das Entsperren ebenfalls eine Gebühr verlangt wird. Im schlimmsten Fall auch hier stolze 20 Euro. Rechnet man den Kostenschutz und die Gebühren zusammen, kommt man auf eine stolze Summe von 79 Euro.

Fazit: Der Kostenschutz, die Pille fürs Handy oder auch der Kostenschild sind eine gleichwertige Alternative zur bestehenden Flatrate. Dennoch sollte sich jeder im Klaren sein, dass auch ein Prepaid Anbieter Geld verdienen muss. Dies geschieht dann meist über zu entrichtende Service Entgelte wie die Gebühr für die Rückbuchung.

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